
Warum wir die Heizgeräte für Badezimmer im Labor auf die Probe stellen
Badezimmer sind im Grunde genommen eine Qual für Elektronikgeräte. Stellen Sie sich vor: Es herrscht extreme Hitze, dazu dichte Dampfschwaden und hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn die Dichtungen nicht perfekt sind, dringt Feuchtigkeit ein, berührt die elektrischen Kontakte – und schon entsteht ein Kurzschluss oder der Glühfaden rostet schneller, als es eigentlich möglich wäre.
Der Trick zur Erkennung von Undichtigkeiten
Wir sprühen die Lampen nicht einfach mit Wasser ein und sind dann fertig. Das sagt uns nichts über die Qualität der Lampen aus. Stattdessen nutzen wir eine Methode des beschleunigten Alterungsprozesses. Wir bringen die Lampen in eine Kammer, erhöhen dort die Luftfeuchtigkeit und lassen die Hitze immer wieder wechseln. So versuchen wir, Feuchtigkeit in alle winzigen Spalten im Gehäuse zu bringen.
Dampf ist dabei noch schlimmer als flüssiges Wasser – er dringt tiefer in die Dichtungen ein. In einem echten Badezimmer verwandelt sich dieser Dampf wieder in Tropfen. Wenn die Wasserdichtheit auch nur minimal beeinträchtigt ist, können diese Tropfen die Lampe zerstören.
Prüfung der „Schwachstellen“
Wir konzentrieren uns hauptsächlich darauf, wo die Quarzlampe mit dem äußeren Gehäuse verbunden ist. Wir suchen nach sogenanntem „Kriechstrom“ – das bedeutet einfach, dass Feuchtigkeit einen elektrischen Weg schafft, wo es eigentlich keinen geben sollte. Eine Lampe mag nach fünf Minuten Testzeit noch in Ordnung sein – doch nach 500 Stunden in feuchter Hitze kann sie völlig kaputtgehen. Wir prüfen daher den Isolationswiderstand vor und nach dem Test. Wenn die Werte sinken, landet die ganze Charge im Müll – ohne Ausnahmen.
Der faire Kompromiss
Um eine solche Schutzfunktion zu erreichen, müssen wir dichtere Dichtungen sowie dickeres Glas verwenden. Heißt das, die Heizgeräte brauchen etwas länger, bis sie heiß werden? Ja. Aber ehrlich gesagt: Wer kümmert sich schon um drei Sekunden Wartezeit, wenn dadurch verhindert wird, dass das Gerät in sechs Monaten kaputtgeht? Sicherheit und Langlebigkeit sind immer wichtiger.
Wir bringen diese Lampen in unserem Labor bis an ihre Belastungsgrenzen – damit sie in den Badezimmern unserer Kunden nicht kaputtgehen. Das ist die einzige Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Lampen tatsächlich fünf Jahre lang funktionieren, ohne dass ein Techniker wieder kommen muss, um ein defektes Gerät auszutauschen.